1946 - 1954

Aus der Chronik
"50 Jahre Fußball in Lengenfeld u. Stein
"
von Walther Fuchs

 

Die neue Zeit

Als nun 1945 die ehemaligen Sportler nach und nach aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrten, fanden sie ein Deutschaland vor, das in vier Besatzungszonen aufgeteilt war, dessen Wirtschaft vollkommen am Boden lag, in dem jede Sportbetrieb aufgehört hatte und in dem nur Hunger, Elend und Not als folge des verbrecherischen Hitlerkrieges herrschten. Aber der Wille, ein besseres Deutschland aufzubauen als je zuvor und auch selbst dabei mitzuhelfen, war bei allen vorhanden.
Was war 1945 von unserem so beliebten Fußballsport übriggeblieben? Ein paar Knirpse und Schüler, die auf dem Schulhof mit in allen Nähten geflickten Bällen Fußball spielten. Ja, der Sportplatz war noch da! Aber auch mit unserem Sportplatz geschah noch im Herbst 1945 etwas Schreckliches. Da auch die Fläche des Sportplatzes in den Abgabesoll an landwirtschaftlichen Produkten gesetzt wurde, ließ der Besitzer den Platz im Herbst umpflügen und mit Weizen bestellen. Nun standen wir wieder am Anfang unserer Fußballgeschichte. Aber etwas ?Großes? war uns doch geblieben, die Begeisterung, die berge versetzen konnte.
Da erschien am 4. Februar 1946 in der Thüringer Volkszeitung folgende amtliche Mitteilung: "Sportbetrieb in Thüringen - Das Landesamt für Kommunalwesen teilt mit, dass die SMA (Sowjetische Militäradministration) Weimar den Sportbetrieb im Lande Thüringen auf kommunaler Grundlage gemäß der Richtlinien des Allierten Kontrollrates vom 17. Dezember 1945 genehmigt hat. Weitere Einzelheiten werden in der Presse demnächst veröffentlicht."


"Eichsfelder Hof" ? 50 Jahre Sportlokal

Die Wirte, die uns stets sehr gut betreut haben:

1922 ? 1936             Peter Hahn sen.
1936 ? 1945             Peter Hahn jun.
1946 ? 1956             Christoph Hahn
1956 ? 1961             Erich Hahn
1962 ? 1964             Konrad Witzel
1965 -                     Willi Mai

 

 

Willi Mai

Unser Jubiläumswirt Willi Mai, der in den Jahren 1954 bis 1964 einer unserer aktivsten Spieler war und den wir sowohl als aufbauspieler auch als Angriffsspieler mit Erfolg einsetzen konnten, gab uns nicht nur als Gastronom seine größtmögliche Unterstützung, sondern er war auch stets bereit, uns beim stetigen Aufbau unsere BSG mit Rat und tat zu helfen.
Mit dieser Mitteilung und den herausgegebenen Richtlinien mit ihren Ausführungsbestimmungen war uns die Möglichkeit gegeben, den Sport in unserer Gemeinde auf demokratischer Grundlage wieder aufzubauen.
Daher trafen sich am Freitag, dem 19. April 1946 die alten Sportfreunde, die man als Sportaktivisten der ersten Stunde bezeichnen kann, wie Karl Wegwerth, Aloys Fuchs, Peter Fuchs, Johannes Richwien, Johannes Witzel, Willi Fischer, Josef Schneider, Felix Kronig und Walther Fuchs im Eichsfelder Hof, um über die Möglichkeit einer Neugründung eines Sportvereins zu beraten. Nach einer kurzen Aussprache war man sich über die Notwendigkeit der Einberufung einer Sportlerversammlung für Freitag, den 26. April 1946 im Eichsfelder Hof einig.

Als dann diese Versammlung am 26.4. 1946, die sehr stark besucht war, zu Ende ging, hatten wir unsere neue Sportgemeinschaft "Blau-Weiß Lengenfeld u. Stein" aus der Taufe gehoben. Nachdem sich 54 Mitglieder an diesem Abend eingeschrieben hatten, ging man zur Wahl des Vorstandes, der sich wie folgt zusammensetzte:


Karl Wegwerth     
               Vorsitzender
Johannes Witzel              Stellvertreter
Walther Fuchs                 Sektionsleiter
Edmund Fischer               Schriftführer und Kassierer
Peter Fuchs                     Technischer Leiter
Willi Fischer                    Betreuer I. Mannschaft
Josef Schneider                Betreuer II. Mannschaft
Felix Kronig                     Schiedsrichter-Obmann
Johannes Richwien           Jugendarbeit

Als vereinsfarben wurden wieder einmal in alter Traditionsverbundenheit die Farben "Blau-Weiß" gewählt ? blaue Hose ? weißes Hemd mit blauem Kragen und blauen Ärmelstutzen.

Der Linksaußen des ersten Fußballspiels

Wenn wir die 50-jährige Geschichte des Lengenfelder Fußballsports durchblättern, dann dürfen wir unseren Sportfreund Johannes Richwien nicht vergessen, der diese Chronik mit seinem persönlichen wirken für unseren Sport seit 1922 mitgeschrieben hat.

Johannes Richwien

Er ist der einzige Spieler, der von der Mannschaft in Lengenfeld noch lebt, der das erste Spiel gegen Großbartloff bestritten hat. Er war einer unser besten linken Außenstürmer. Ich sehe ihn heute noch bei den großen Spielen der dreißiger Jahre vor mir, wenn er wie ein Wirbelwind an der Außenlinie bis kurz vor die Eckfahne stürmte und dann den Ball hoch vor das Tor flankte. Seine Flanken und mit dem Außenspann angeschnittenen Eckbälle brachten jedes Mal Gefahr für das gegnerische Tor.
Besonders aber möchte ich hervorheben, dass unser Sportfreund Johannes Richwien zu den Aktivisten der ersten Stunde im Fußballsport nach 1945 gehörte. Seiner Initiative und seiner Begeisterung ist mit zu verdanken, das wir bereits im Jahre 1946 unsere Sportgemeinschaft neu gründen konnten und zu großen Erfolgen kamen. Sein Wahlspruch war stets: ?Fördert den Nachwuchs und ihr helft dem Lengenfelder Fußballsport zum Erfolg.?
Mit Herrn Dr. Ripke wurde folgende Vereinbarung über die Benutzung des Sportplatzes geschlossen:? Nach dem Abernten des Weizens steht der Sportplatz dem Sportverein unentgeltlich zur Verfügung. Die Fläche des Sportplatzes wird von der Gemeinde aus dem Abgabesoll herausgenommen.?
Die Wochen bis zur Ernte wurde von unseren Spielern durch fleißiges Training auf dem eingezäunten Schulhof ausgenutzt. Dieses Jahr brauchte Herr Dr. Ripke nicht lange auf die Erntearbeiter zu warten. Innerhalb von zwei Tagen hatten die Sportler den Weizen abgemäht und abgefahren. Am 2. August war der Sportplatz vom Getreide leer. Da die Tore noch standen, brauchten wir nur neue Tornetze . Auf unsere Bitte hin stellte uns Herr Dr. Ripke als Notlösung das Maschendraht des vorderen Tennisplatzes zur Verfügung. Die Sportfreunde Johannes Witzel und Willi Fischer montierten das Draht ab und befestigten es als Netze an den beiden Toren. Nun wurde der Platz noch abgeeggt, eingesät und gewalzt.
Das Eröffnungsspiel für den Lengenfelder Fußballsport nach dem Krieg fand am 1. September 1946 statt, an dem Tag, an dem unsere Schule auch das erste Kinderfest auf Bischofstein feierte und wir alle im Gedenken an den Beginn des II. Weltkrieges den Weltfriedenstag begangen. Gegner unsere Mannschaft war eine Mühlhäuser Mannschaft, die wir wegen ihrer gelben Spielkleidung nur die ?Gelben? nannten (Vermutlich Post Mühlhausen). Unsere I. Mannschaft spielte in folgender Aufstellung:
Willi Fischer (Tor), Karl Steinwachs, Willi Hedderich, Hans Ruhland, Erhard Riese, Helmut Apel, Josef Busse, Siegfried Witzel, Paul Fischer, Alois Lorenz, Helmut Fuchs, Schiedsrichter war unser Sportfreund Felix Kronig.

Um den Platz zu schonen wurden nur die Wettspiele darauf ausgetragen. Das Training fand bis ende Oktober stets auf dem hinteren Schulhof statt. Zu dieser Zeit wurde der Schulhof als Gartenland an die Umsiedler parzellenweise abgegeben, um ihre Lebenslage zu verbessern. Das Training fand nun im Saal der Gemeindeschänke  statt. Ebenso wurden die Spiele bis zum Frühjahr 1947 meist auswärts durchgeführt.
An dieser stelle muss ich den Sportfreund Alois Lorenz, einen gebürtigen Ershäuser, erwähnen, der durch die Kriegsereignisse von Berlin aus wieder auf das Eichsfeld in seine alte Heimat verschlagen wurde. Da er von Geismar stark umworben wurde und dort schon einige Spiele mit großem Erfolg bestritten hatte, war es für unseren Fußball ein großes Glück, dass er am 1. September 1946 als Lehrer an unserer Schule angestellt wurde.

 

Alois Lorenz. Spielführer von 1946 - 1949

Alois Lorenz
BSG - Leiter 1954 - 1957

Damit kam ein Fußballspieler zu uns, der mit seiner Technik, Ballbehandlung, überlegten und fairen Spielweise und seiner Kameradschaftlichkeit unser Fußballspiel in den ersten Nachkriegsjahren entscheidend beeinflusst hat. Als nun noch unser Sportsfreund Heinrich Müller, einer unser besten Spieler der dreißiger Jahre, im März 1947 aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrte und Sportfreund Peukert, Student der russischen Sprache auf Bischofstein, 1947 unser Tor hütete, hatten wir mit unseren besten beiden Torschützen Siegfried Witzel und Helmuth Fuchs und den beiden standsicheren Verteidigern Willi Hedderich und Karl Steinwachs die schlagkräftigste Mannschaft nach 1945.
Nun konnten alle Mannschaften des Obereichsfeldes kommen. Lengenfeld war ein gefürchteter Gegner. Zum ersten Mal in der Lengenfelder Fußballgeschichte konnte am Pfingstmontag 1947, dem beginn des traditionellen Lengenfelder Sportfestes, Geismar mit 5:2 geschlagen werden. Ebenso waren nun Wilbich uund Großbartloff kein Angstgegner mehr. Die schönsten Spiele führten uns mit Diedorf und Treffurt zusammen.

I. Mannschaft 1947 in Diedorf
Hintere Reihe von links nach rechts: Erhard Riese, Hans Ruhland, Josef Busse, Helmuth Fuchs, Alois Lorenz, Siegfried Witzel, Willi Fischer,
Vorne: Karl Steinwachs, Peukert, Willi Hedderich

I. Mannschaft 1948
Von links nach rechts, hintere Reihe: (   ), Siegfried witzel, Heinrich Müller, Willi Fuchs, Helmuth Fuchs, Ernst Brückner,
Mittlere Reihe: Ernst Brückner, Erhard Riese, Alois Lorenz,
Vordere Reihe: Willi Hedderich, Helmut Apel, Karl Steinwachs


Die Heimspiele gegen diese Mannschaften wurden knapp gewonnen und die Auswärtsspiele knapp verloren.

Die Mannschaft aus Struth mit ihrem sehr guten Verteidiger Erwin Richardt, vordere Reihe links, Bild vermutlich 1948/1949 aufgenommen.

Ein besonders harter Brocken für unsere Mannschaft war die gleiche Vertretung von Struth mit ihrem besten Verteidiger Erwin Richardt an der Spitze, der sich stets mit unseren beiden Angriffsspielern Siegfried Witzel und Alois Lorenz harte aber faire Zweikämpfe lieferte. Das Ergebnis dieser Spiele war ebenfalls nur ein knappes Ergebnis.
Wenn wir heute noch einmal die ersten Nachkriegsjahre an unseren Augen vorüberziehen lassen, dann muss man immer die große Begeisterung für den Fußballsport bewundern, die jedes Hindernis und die größten Schwierigkeiten überwand.
Fußballschuhe wurden in jedem Haus  gesucht und auch mit viel Geschick aufgetrieben. Sporthosen und Dresse wurden in der jeweils familieneigenen Schneiderei genäht. Dabei musste manche blau-weiße Fahne daran glauben, die ursprünglich für einen ganz anderen Zweck bestimmt war. Aber das größte Problem war der Transport zu den Auswärtsspielen.
Die Nachbardörfer wurden natürlich nur zu  Fuß erreicht. An den auswärtigen Spieltagen sah es auf unseren Straßen so aus, als wäre eine aufgelockerte Prozession unterwegs. Natürlich war auch unsere Mannschaft oft mit Rädern unterwegs, die sogar als Zwei- und Dreisitzer dienten. Wie war es nun mit dem Transport bei Spielen in weiter entfernt gelegenen Orten wie Treffurt, Oberdorla usw.?
Wir hatten damals einen Eugen Fahrion mit Sohn Wolfgang als Einwohner in Lengenfeld, der eine klapprige Zugmaschine mit zwei vollgummibereiften Anhängern besaß. Es war jedes Mal schnell geschehen mit Klötzen und Bohlen als Bänke aus diesem Gespann ein für derzeitige Verhältnisse komfortables Personentransportmittel zu schaffen. Bis zu 50 Personen saßen oder standen  auf diesen Anhängern, als unser Wolfgang, durch das Ankurbeln des Traktors schon fast schwarz wie ein Mohr vom Öl und Qualm, mit lautem Getöse unserem Spielort entgegenpupperte. Wenn wir dann and der ?Eiche? oder am ?Mußgrund? waren, blieb unsere Zugmaschine stehen. Dann schrie Wolfgang: "Alles runter und schieben!" Dann wurde geschoben und geächzt, bis wir oben waren. Trotz aller Schwierigkeiten erreichten wir stets unser Ziel. Nach einem Sieg war die Heimfahrt umso fröhlicher. Die "Weißen Mäuse" hätten heutzutage unserem Wolfgang die Fahrerlaubnis entzogen und den Traktor aus dem Verkehr gezogen.
Eines meiner schönsten Erlebnisse war das Sportfest in Treffurt im Jahre 1948, bei dem wir bis ins Endspiel gegen Creuzburg vorgestoßen waren. Man nahm unsere Mannschaft nicht ernst. Die Creuzburger Mädels winkten schon beim Anstoß ihrer Mannschaft als dem vorausbestimmten sicheren Sieger zu. So groß wie am Ende des Spiels ihre Enttäuschung war, so groß war unsere Freude über den 2:1 Sieg unserer Mannschaft.
Die schmerzlichste Erinnerung, die mir in meiner persönlichen dreiundvierzigjährigen Fußballgeschichte geblieben ist, war die durch mehrere Abgänge hervorgerufene Auflösung gerade dieser Mannschaft im Jahre 1950, die ihre große Kameradschaft im sportlichen Wettstreit und auch beim fröhlichen Beisammensein stets unter Beweis stellte. Dabei denke ich an all die Spieler wie Willi Fischer, Peukert, Richard Lemmel, Willi Hedderich,  Karl Steinwachs, Helmut Riese, Hans Ruhland, Helmut Apel, Ernst Brückner, Josef Busse, Siegfried Witzel, Hubert Hagemann, Hugo Hahn, Paul Fischer, Erich Hahn, alois Lorenz, Helmuth Fuchs, Willi Fuchs, Heinrich Müller und Johannes Witzel, die miteinander und füreinander um jeden Sieg kämpften.

Einer unserer Besten 
Herbert Hildebrand (1953)
1948 - 1962


Obwohl unsere Schüler schon immer begeisterte Fußballspieler waren und schon Turniere im Rahmen von Schulsportfesten durchführten, spielten sie erst ab 1948 in unserem BSC organisiert. Der Spielmacher zu dieser Zeit war der Sportfreund Herbert Hildebrand, der diese Schülermannschaft oft zu schönen Siegen führte, ab 1949 als Spielführer mit der besten Jugendmannschaft nach dem Krieg große Erfolge errang und unserem Fußballsport in Verbindung mit dem Sportfreund Ludwig Graul in den 50er und Anfang der 60er Jahre das Gepräge gab. Lassen wir selbst unseren Sportfreund Herbert Hildebrand über seine Zeit als Fußballspieler berichten: "Im Jahre 1948 wurde die erste Schülermannschaft in Lengenfeld u. Stein nach dem Krieg gegründet. Schon immer war ich ein begeisterter Fußballanhänger und spielte in dieser Mannschaft Halbstürmer. Die Mannschaft fand sich sehr gut zusammen, und schon bald hatten wir in der näheren Umgebung keinen ernsthaften Gegner mehr. Herausragende Ergebnisse brachten die beiden Spiele gegen Dingelstädt, die jeweils 4:4 endeten. Bereits im 8. Schuljahr spielte ich dann in der Jugendmannschaft. Hier wurde ein erstklassiger Fußball demonstrieret. Sieg um Sieg wurde erspielt. Alle Fahrten zu den Spielen mussten mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Sogar bis Dingelstädt und Treffurt saßen wir zu zweit auf einem Fahrrad. Das spricht von dem großen Ehrgeiz, der in dieser Mannschaft steckte. Von 1949 bis Anfang 1952 spielte ich in dieser Mannschaft. Die erste Mannschaft hatte sich Ende 1950 aufgelöst.
Mit einem Durchschnittsalter von knapp 18 Jahren spielten wir als I. Mannschaft weiter.

Unvergessen bleibt der Pokalgewinn in Struth. Alle lachten und unterschätzten uns, als wir Jungens auf das Spielfeld liefen. Im Ergebnis konnten wir zwei schöne Siege gegen Lengefeld 1:0 und gegen Bickenriede 2:1 verbuchen. Damit waren wir Pokalsieger. Das Jahr 1951 spielten wir als 1. Mannschaft noch voll durch. Infolge vieler Abgänge löste sich auch unsere Mannschaft Anfang 1952 auf. Von diesem Zeitpunkt an bis zum Herbst 1954 spielten in Lengenfeld nur noch eine Schüler- und eine Jugendmannschaft. Da ich meinen geliebten Fußballsport nicht aufgeben wollte, spielte ich mit meinen Sportsfreunden Willi Hedderich und Heinz Rummel in Faulungen, wo damals eine sehr gute Mannschaft bestand. Im Herbst 1954 stellten wir dann in Lengenfeld nach einer Reorganisierung unserer Sportgemeinschaft wieder eine I. Mannschaft auf. Im ersten Punktspieljahr mussten wir viel Lehrgeld bezahlen, da nur zwei meiner Mitspieler Erfahrung besaßen. Doch durch viel Fleiß und Training waren wir schon im Spieljahr 1956 ein starker Gegner für jede Mannschaft. Leider wurden wir durch Fehlentscheidungen in den Spieljahren 1957 und 1958 jeweils um den Aufstieg in die I. Kreisklasse gebracht. Im Laufe meiner aktiven Sportlerzeit wurde ich mehrmals in die Kreisauswahlmannschaft berufen. Bewerbungen von Diedorf (I. Kreisklasse) und Dingelstädt (Bezirksklasse) lehnte ich ab, da mir gerade zu dieser zeit die Förderung des Lengenfelder Fußballsports am Herzen lag. Herausragende Ereignisse waren immer wieder unsere jährlichen Sportfeste am Pfingstmontag und unsere Teilnahme an den Sportfesten anderer Sportgemeinschaften. Unser sportlich wertvollsten Pokale gewannen wir in Wilbich, Ebertshausen und Faulungen. Dabei wurden in Faulungen so starke Gegner wie Bickenriede und Diedorf aus dem Rennen geworfen. Unvergesslich bleiben für mich die herrlichen Ausflüge nach Ebertshausen. Infolge vieler Verletzungen musste ich auf ärztliches Anraten hin meine Fußballstiefel an den Haken hängen. Aber noch immer schlägt mein Herz für den "König Fußball".!"