Buchbestellung Bildband - Die Kanonenbahn und der Bahnhof Lengenfeld unterm Stein!

Mit Bahn, Rad und Draisine unterwegs im Lutter- und Friedatal - eine romantische Bahnstrecke im Wandel der Zeit

Vorwort

Bist du gewandert durch die Welt,

auf jedem Weg und Pfade,

schlugst auf in Nord und Süd dein Zelt,

an Alp und Meergestade,

hast du mein Eichsfeld nicht gesehn,

mit seinen burggekrönten Höh?n

und kreuzfidelen Sassen,

dein Rühmen magst du lassen.

... so textete Hermann Iseke im Jahr 1900, während seiner Zeit als Divisionspfarrer des ostasiatischen Expeditionskorps  im fernen China, vom Heimweh geplagt, die erste Strophe seines Eichsfeldliedes.

Auf meiner  eigenen Wanderschaft bin ich im Jahr 2006 in Lengenfeld unterm Stein, in der idyllisch gelegenen Hagemühle angelangt, in der wir 648 Jahre nach seiner Ersterwähnung ein Fußballinternat eröffnet haben.

Damit ist ein Traum in Erfüllung gegangen, den wir seit 1994 mit der Durchführung unserer ersten Fußballwerkstatt "Ich möchte Fußballer werden..." in Struth  zu träumen anfingen.

Die lange Zwischenstation im Luttertal, in Großbartloff, 1998 ­-2006, bot reichhaltig Gelegenheit, sich mit der Geschichte der Kanonenbahn im Eichsfeld zu beschäftigen und entsprechendes Text- und Bildmaterial zusammenzutragen.

Vor allem sei hier  Wolfgang Schwaneberg und Arno Herwig gedankt, die sich in besonderer Weise um die Geschichtsschreibung des Dorfes Großbartloff verdient gemacht haben.

Als Gründungsmitglied des Kanonenbahnvereins Lengenfeld unterm Stein und Begründer des Kanonenbahnmuseums in Großbartloff war ich immer von der Wichtigkeit des Erhalts der Kano-nenbahn überzeugt und ich freue mich, dass unsere Arbeit nach vielen Jahren rastlosen Engagements nun solche Früchte trägt.

Als Bewohner eines geschichtsträchtigen Ortes  wie die Hagemühle, die 2008 seine urkundliche Ersterwähnung aus dem Jahr 1358 feierte, möchte ich Sie mitnehmen auf eine Reise in die Vergangenheit und ihnen ein paar Orte und Plätze vorstellen, die sich unweit der alten Gleise der Kanonenbahn befinden und die die Geschichte des Lutter- und Friedatals in einzigartiger Weise geprägt haben.

Ich hoffe, dass die zahlreichen Gäste, die mit der Draisine auf den alten Gleisen der Kanonenbahn Jahr für Jahr unterwegs sind ein wenig den Atem der Vergangenheit spüren und die Neugier ent-wickeln, mehr über die Kanonenbahn, Lengenfeld unterm Stein, Großbartloff, Effelder, Geismar, die Luttermühle, die Klostermühle, den Hülfensberg, den Bischofstein, Kloster Zella und die Hagemühle  wissen zu wollen und so das Eichsfeld lieben zu lernen, wie es unser Heimatdichter, dem ich durch die Familie Iseke in Holungen in besonderer Weise nahegekommen bin, in seinem Lied so wunderbar besungen hat.

Ich widme dieses Buch allen Freunden der Kanonenbahn und meiner Familie, ganz besonders meinem Vater, Alfred Seipel,  meiner Frau Katharina sowie unseren Kindern Anja, Andreas, dem neuen ?Hagemüller?,  und Benedikt.

 

Bernward Seipel im Herbst 2012


 

Herzlich Willkommen in Lengenfeld unterm Stein!

 

Am 31. Dezember 1992 wurde das Eisenbahn-Viadukt in Lengenfeld unterm Stein das letzte Mal von einer Lokomotive befahren. Damit endete die 112-jährige Geschichte einer der schönsten und interessantesten Nebenbahnen Deutschlands. Das Wahrzeichen des Ortes Lengenfeld unterm Stein ging einer unsicheren Zukunft entgegen, und es schien nur eine Frage der Zeit, bis dieses wunderbare Bauwerk aus dem Ortsbild wieder verschwinden würde.

Dieser Entwicklung wollten einige Engagierte nicht tatenlos zuschauen, und so gründete man 2002 den Lengenfelder Kanonenbahnverein u.a. mit dem Ziel, das Eisenbahn-Viadukt auch für zukünftige Generationen zu erhalten und für eine touristische Nutzung zu erschließen.

Der 2003 initiierte Draisinenverkehr war eine Möglichkeit, den Gleisen der Kanonenbahn zwischen Dingelstädt und Geismar neues Leben einzuhauchen. Seitdem hat sich der Draisinenverkehr  zu einem Besuchermagneten ersten Ranges entwickelt.  Ausgangspunkt des Draisinenverkehrs ist der Bahnhof Lengenfeld unterm Stein, der sich heute wieder in einem ansehnlichen Zustand präsentiert.

Aus Anlass der 20-jährigen Wiederkehr der letzten Fahrt auf dem Lengenfelder Viadukt, möchte ich Sie zu einer kleinen romantischen Bilderreise vom Tal der Lutter in das Tal der Frieda einladen und Ihnen so ein Stück südeichsfeldischer Geschichte nahebringen.

Die Kanonenbahn und der Bahnhof Lengenfeld unterm Stein

1875 wurde mit dem Bau des letzten Teilstückes der "Kanonenbahn"zwischen Berlin und Metz (Stadt in Elsass-Lothringen, fiel infolge des deutsch-französischen Krieges 1870/71 an Deutschland) über Koblenz  zwischen Leinefelde und Eschwege begonnen.

Am 15. Mai 1880 erfolgte die Einweihung der Strecke, und das Deutsche Reich  verfügte nun über eine durchgängige Eisenbahnverbindung zwischen den beiden Orten (Länge der Gesamtstrecke 806 Kilometer), welche im erneuten Kriegsfall den Transport deutscher Truppen an die Westgrenze beschleunigen helfen sollte.

Die Strecke erfüllte, zumindest im Eichsfeld, nur im August 1914 diese Rolle, blieb aber ansonsten aus militärstrategischer Sicht völlig unbedeutend, da die Streckenführung über das Eichsfeld viel zu langsam und umständlich war.

Zurück blieben ingenieurtechnische Meisterleistungen in der traumhaft schönen Landschaft des Lutter- und Friedatals und der Anschluss des Südeichsfeldes an die "große, weite Welt".

Durch die Nutzung der Bahnstrecke zwischen Geismar und Dingelstädt als Draisinenfahrbahn erfahren die alten Gleise der Kanonenbahn heute eine erfreuliche Renaissance und erlangen so einen über die Grenzen des Eichsfeldes hinausgehenden Bekanntheitsgrad, den das Südeichsfeld mit seinen Menschen, Bauwerken und Wallfahrtsorten schon seit langem verdient hat.

Das Buch lädt Sie ein zu einer Zeitreise durch nahezu 140 Jahre Eisenbahn-, Foto-, und Heimatgeschichte und es möchte, den interessierten Draisine-Fahrern, den Eisenbahnfreunden und den Eichsfeldern in Nah und Fern, ein vielleicht noch unbekanntes Stück meiner geliebten südeichsfeldischen Heimat nahebringen.

Erleben Sie mit mir in großformatigen Bildern und ausgewählten Texten Effelder, Großbartloff, das Schloss Bischofstein, Lengenfeld unterm Stein mit seinem einmaligen Eisenbahnviadukt, Kloster Zella, die Hagemühle, das Rittergut Keudelstein, den Hülfensberg, Geismar, das Friedaviadukt und den Friedatunnel.

Buchbestellung

Preis 29,90 Euro

Gedruckt 2013.
256 Seiten mit großformatigen Bildern in Schwarz/Weiß (205 Bilder) und Farbe (205 Bilder).
Erschienen im Verlag F.W. Cordier Heiligenstadt

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