Preußische Staatseisenbahn Gattung P 2

Preußische Staatsbahn der Gattung P2, erbaut von Henschel 1882, am Bahnhof Leinefelde um 1900.

In die Gattung P 2 der Preußischen Staatseisenbahnen wurden Personenzuglokomotiven verschiedener Bauart eingeordnet. Es handelte sich um 294 Lokomotiven mit der Achsformel 1B, 24 mit der Achsformel B1 und zwei mit der Achsformel 2'B. Von den Lokomotiven mit der Achsformel 1B stammten 88 von den Vorgängerbahnen der Preußischen Staatseisenbahnen und entsprachen nicht den preußischen Normalien, 24 entsprachen der Ruhr-Sieg-Type (siehe Preußische P 1) und 182 der Normalbauart der P 2. Die Lokomotiven mit der Achsformel B1 entsprachen der G 2.
Von der P 2 der Normalbauart waren in den Jahren 1877 - 1885 insgesamt 242 Lokomotiven an die Preußische Staatseisenbahnen sowie deren Vorgängerbahnen geliefert worden. Anfangs waren die Lokomotiven für den Verkehr auf der sogenannten Kanonenbahn Berlin - Wetzlar (- Metz) vorgesehen, später wurden sie auch auf anderen Strecken im Schnellzug- und Personenzugdienst eingesetzt. Bei der Umzeichnung im Jahr 1906 wurden 17 Sück der Gattung P 1, 182 der Gattung P 2 und sieben der Gattung P 3 zugeordnet, die restlichen waren bis dahin schon ausgemustert.
Auch die Königlich Preussische Militär-Eisenbahn besaß eine P 2. Für die Neustrelitz-Warnemünder Eisenbahn in Mecklenburg waren sieben und für die Großherzoglich Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn waren sechs Lokomotiven gebaut worden (siehe Mecklenburgische P 2). Die Lübeck-Büchener Eisenbahn hatte neun P 2 in ihrem Bestand, die aber etwas kleiner und schwächer waren als die preußischen.
Die Fahrzeuge waren mit einem Cramptonkessel, rückstellbaren Führungsgestell, Innensteuerung nach Musterblatt 15 (158 Stück) oder Außensteuerung nach Musterblatt 16 (84 Stück) ausgestattet. Sie waren mit einem Schlepptender der Bauart 3 T 10,5 ausgestattet. Obwohl sie sehr zuverlässig waren, wurden alle Maschinen bis zum Ersten Weltkrieg ausgemustert. Nur vier P 2 aus Mecklenburg schafften es als 34 7201 - 7204 noch in den vorläufigen Umzeichnungsplan der DRG für Dampflokomotiven von 1923. (Aus Wikipedia)