Die Preußische Gattung G 4.1

Die Einwohner von Birkungen erwarten 1896 den ersten am Haltepunkt Birkung einfahrenden Zug der Gattung G 4.1.

Die preußische Gattung G 4 bestand aus dreifach gekuppelten Güterzuglokomotiven mit einem Kesseldruck von 12 bar, die die Preußischen Staatseisenbahnen 1905 in die Gattung G 4 eingeordnet hatte. Darunter waren 16 Lokomotiven der Direktion Mainz, die von der Hessischen Ludwigsbahn stammten. Diese Lokomotiven wurden zwischen 1872 und 1896 geliefert und entsprachen nicht der preußischen Normalbauart.
Die spätere G 4.1 war eine Weiterentwicklung der G 3. Durch den erhöhten Kesseldruck wurde eine deutliche Leistungssteigerung erzielt. Es wurden zwischen 1884 und 1901 etwa 165 G 4.1 geliefert, dazu kamen zahlreiche Umbauten von Lokomotiven mit ursprünglich 10 bar Kesseldruck. Es wurden aber nicht alle entsprechenden Lokomotiven als G 4 bezeichnet.
Nach Ende des Ersten Weltkriegs kamen aus den Waffenstillstandsabgaben je zwei Stück G 4 (als 272.003?004) und G 4.1 (272.001?002) zu den italienischen Staatsbahnen (FS).
Die Deutsche Reichsbahn sah 1923 in ihrem vorläufigen Umzeichnungsplannoch 92 Lokomotiven zur Umzeichnung in 53 7601?7692 vor.
1925 waren aber nur noch 17 Lokomotiven mit den Nummern 53 7601?7617 zur Umzeichnung vorgesehen. Die Ausmusterung erfolgte bis 1930.
Auch die Lübeck-Büchener Eisenbahn besaß zwei 1892 und 1893 gebaute Lokomotiven dieses Typs, ordnete diese aber als G 3 ein und musterte sie bis 1923 aus. Die Fahrzeuge der Gattung G 4.1 mit einem Schlepptender der Bauart pr 3 T 12 ausgestattet.