1945 - 1989 Der Bischofstein wird FDGB - Ferienheim

 

Aus der Chronik von Walter Fuchs

1946
Am 1. September wurde im Schlosshof Bischofsteins ein großes Kinderfest für die Lengenfelder Kinder gefeiert. Im Schlosspark wurde unter der Regie von Frau Dr. Ripke "Der Sommernachtstraum? aufgeführt.

 

23. September: Eröffnung der "Pädagogischen Fachschule für Russisch" in Bischofstein. Herr Dr. Ripke unterrichtete die zukünftigen Russischlehrer in der neueren russischen Literatur. Diese Fachschule wurde im April 1947 nach Dingelstädt verlegt.

1948
1. April: Herr Dr. Ripke vermietet Schloss Bischofstein als Ferien- und Schulungsheim an den Landesvorstand der Gewerkschaft der Lehrer und Erzieher. Ripkes ziehen aus ihrem Notquartier(ehemals Kaufholds, bzw. Bollmanns Wohnung) wieder in ihre alte Wohnung im Hauptgebäude.

28. Mai: Der Minister für Volksbildung des Landes Thüringen, Frau Dr. Torhorst, in Bischofstein.

29. Mai: Einweihungsfeier des Ferienheimes Schloss Bischofstein im Beisein von Vertretern der Landesregierung, des Zonenvorstandes der Lehrergewerkschaft, der Ortsbehörde und Vertretern des Kreises Mühlhausen. Die erste Heimleiterin war Frau Martha Linnenkugel, geborene Noller.

1. Juni: An diesem Tage trafen die ersten Feriengäste in Bischofstein ein.

1954
Am 10. April 1954 starb Frau Dr. Hedwig Ripke, verw. Marseille, geborene Vowinkel. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde sie auf dem Bischofsteiner Bergfriedhof beerdigt. Im gleichen Jahr übernimmt Helmuth Hacke die Leitung der Landwirtschaft in Bischofstein.

Helmuth Hacke, 2. von links, übernimmt 1954 die Bischofsteiner Landwirtschaft. Hier zu Besuch bei Familie Koch am Entenbergtunnel 1954. Rechts im Bild Marianne Koch.

1957
Am 1. August verpachtete Herr Dr. Ripke die Landwirtschaft Bischofsteins an Herrn Scholz.

1958
23. u. 24. August: 50-jähriges Jubiläum der Gründung der Schule Schloss Bischofstein.

1963
Abschied von Schloss Bischofstein

12. 9. 1963: Mit einer Rundfahrt durch das Eichsfeld nimmt Herr Dr. Ripke Abschied von diesem herrlichen Ländchen, das 44 Jahre sein Zuhause war.

13. 9. 1963: Zum letzten Mal fährt Herr Dr. Ripke mit Frau Mund durch das große Tor Bischofsteins den Schlossweg hinab, um mit dem Interzonenzug von Gotha aus legal nach der Bundesrepublik umzusiedeln.

1965
Am 25. März 1965 starb Herr Dr. Wilhelm Ripke in Hannover.

Am 29. April 1965 wurde die Urne mit den sterblichen Überresten Dr. Ripkes auf dem Bischofsteiner Bergfriedhof beigesetzt.

Die Urnenbeisetzung erfolgte auf dem Bergfriedhof auf dem auch seine Frau beigesetzt war.

1984
mit dem letzten Durchgang für Urlauber im Dezember 1984 schloss das Ferienheim Bischofstein seine Pforten

1985
Nachdem der Bundesvorstand des FDGB Berlin mit dem 1.Januar 1985 das Eigentumsrecht auf Schloss Bischofstein erworben hatte, wurde nach einer vierteljährigen Umbauzeit mit Verschönerungen und Modernisierungen am 1. April 1985 in diesem 238 Jahre alten Schloss Bischofstein die "FDGB ? Gewerkschaftsschule - Käthe Kollwitz" eingeweiht und eröffnet.