Auf der Suche nach neuer Identität - 1990 - 2011

 

(1985:
Nachdem der Bundesvorstand des FDGB Berlin mit dem 1. Januar 1985 das Eigentumsrecht auf Schloss Bischofstein erworben hatte, wurde nach einer vierteljährigen Umbauzeit mit Verschönerungen und Modernisierungen am 1. April 1985 die "FDGB-Gewerkschaftsschule-Käthe Kollwitz" eingeweiht und eröffnet. Sie bestand bis Ende 1989.)

1991:
Freimaurer pachten das Gebäude. Das Priorat für Kultur und Soziales mit Sitz in Mühlhausen plante zunächst eine Kombination von Kur-, Sport- und Ferienhaus. Später sollte das Schloss eine Begegnungsstätte für Kultur, Bildung und Kunst für Schüler aus ganz Europa werden. Allerdings wurde die Umsetzung der Pläne immer von verschiedenen Faktoren, wie z.B. Fördergeldern, abhängig gemacht und immer wieder verschoben. Schließlich zogen sich die Freimaurer vom Schloss zurück. Im Zuge der scheinbar angestrebten Renovierungsarbeiten hatten sie allerdings mehr zerstört als erneuert.

1994:
Der Freistaats Thüringen bringt eine Nutzung des Schlosses als eine Begegnungsstätte für europäische Jugendliche, eine Jugend-Denkmalpflegewerkstatt oder eine Fahrradwerkstatt ins Gespräch. Aus diesen Plänen wurde jedoch nichts, und das Schloss verfiel in den folgenden Jahren in eine Art Dornröschenschlaf.

1999:
wurde der "Verein Internat Schloss Bischofstein" gegründet, der das Ziel verfolgte, das Schloss wieder als Internat zu nutzen. Im Jahr 2000 kaufte der Verein schließlich das Schloss von der Treuhandanstalt.

2003:
Schließlich begann im Frühjahr eine aus dem Verein hervorgegangene Investorengemeinschaft damit, das Schloss schrittweise zu sanieren, so dass es als Internat genutzt werden kann. Verein und Investorengemeinschaft bestehen zum größten Teil aus ehemaligen Internatsschülern ("Altbischofsteiner").

2003/2004:
Zu Beginn des Schuljahrs konnte das Internat mit zunächst sechs Schülern, die im renovierten Nordflügel wohnten, wieder eröffnet werden. Die Ausbildung der Internatsschüler wurde in Zusammenarbeit mit dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Lengenfeld unterm Stein, der Regelschule Rodeberg und der Grundschule in Lengenfeld unterm Stein gewährleistet.

2005:
Ab diesem Jahr wurde der westliche Seitenflügel renoviert; einige Unterrichtsräume zur Betreuung von Internatsschülern waren bereits fertig gestellt.

2006/2007:
Der Internatsbetrieb musste auf Grund zu weniger Schüler und zu hoher Kosten am Ende des Schuljahres wieder eingestellt werden.

2008:
Seit dem 1.8.2008 befindet sich im Schloss Bischofstein eine Kurzzeitpflegeeinrichtung (Aufenthalt zwischen 28 und 56 Tagen) unter Leitung von Frau Annette Seyfert. Außerdem werden die Räumlichkeiten  vom Karnevalsverein, für Kabarettveranstaltungen und das Sommerfest des Gesangsvereins genutzt. (Cafe mit Biergarten und betreutes Wohnen waren angedacht.)