Aus der Chronik "50 Jahre Sport in Struth"
von Vinzenz Hoppe

Von der SG Struth zu BSG Fortschritt Struth

1952 - 1961

Vom Jahre 1952 an trägt unser Sportverein die Bezeichnung "Betriebssportgemeinschaft Fortschritt Struth" (BSG - Fortschritt).Trägerbetrieb ist nunmehr die Thüringer Strumpfwarenfabrik Diedorf - Werk Struth. Vom Trägerbetrieb wird die BSG nach Kräften unterstützt, worüber ein eigenes Kapitel geschrieben werden soll.

Geschäftsjahr 1953

Der Arbeitsplatzwechsel des Sportfreundes Karl Weißbauer, der 1952 die BSG leitete, machte eine Neuwahl des Vorstandes erforderlich. In einer Versammlung Anfang Juli 1953 ging der Vor­stand in nachfolgender Besetzung hervor:

1.Vorsitzender                  Philipp Jakobi

2.Vorsitzender                  Lothar Rödiger

Sportleiter:                      Edmund Goldnann

Spartenleiter/Fußball:       Erwin Kichardt

Organisationsleiter:          Paul Sichardt

Kassierer:                        Josef Rödiger

Schriftführer:                   Heinrich Thor

Vermögensverwalter:       Günther Richardt

Die Übergabe der Geschäfte seitens des bisherigen 1.Vorsitzenden war etwas verworren, da sie nicht satzungsgemäß erfolgte. Dem ver­einten Bemühen des neugewählten Vorstandes gelang es aber, wieder Format in alles zu bringen.

Wie sich das sportliche Leben 1952/53 abspielte

Ganz ausgezeichnet schnitt unsere Jugendmannschaft im Spiel­betrieb ab. Es gelang ihr zum ersten Mal den Titel eines Kreis­meisters zu erkämpfen. Im Endspiel wurde die Jugendmannschaft von Altengottern mit 4:0 geschlagen. Durch eine harte Punkt­spiel-Serie wurde dieser Erfolg ganz überlegen herausgespielt.

Jugendmannschaft 1954

Die Jugendelf kam wie folgt zum Einsatz:

Karl Brand (12)

Helmut Richardt (9)

Josef Brand (11)

Karlheinz Groß

Herrmann-Josef Hoffmann

Alois Kirchner (8)

Herbert Fritsch

Helmut Fritsch (2)

Engelbert Jakobi (1)

Erich Brand (5)

Theo Rödiger (3)

Erich Hindermann (4)

Heribert Hindermann (10)

Willi Burchardt (6)

Hubert Hagedorn (8)

Erich brandt (5)

Die 1.Mannschaft erreichte einen achtbaren Mittelplatz. Unsere BSG war Organisator eines Pokalturniers, an welchem sich: Bickenriede, Oberdorla und Post Mühlhausen beteilig­ten. Weiter wurde ein Volksfest durchgeführt. Die 1.Mannschaft hatte die Verheirateten, also die sogenannten "Alten Herren", mal wieder herausgefordert. Die 1. Mannschaft konnte knapp mit  3:2 ge­winnen.

Da der Wettergott bei beiden Festen mitspielte, waren auch die Einnahmen recht günstig und die Kasse konnte so gut sa­niert werden.

Punkt-Spielserie 1953/54

Sie begann für beide Mannschaften recht verheißungsvoll. Der 1. Mannschaft und auch der Jugendmannschaft gelang es, den inoffiziellen Titel eines Herbstmeistere zu erringen.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass sich unsere Fußballer an der Ausgestaltung des 1. Mai - Feiertag der Arbeit beteiligten und im neuen Fußballdress am Umzug teilnahmen. Auf dem Festplatz be­stritten sie ein Freundschaftsspiel gegen Post Mühlhausen - Reser­ve. Trotz drückender Überlegenheit unserer Elf, konnten es die Mühlhäuser mit 1:0 gewinnen.

Neben den angedeuteten Festen soll auch der traditionelle Fast­nachtstanz nicht vergessen werden. Alles verlief in bester Har­monie.

Jahreshauptversammlung am 23. Januar 1953

Bis auf den letzten Platz war unser Vereinslokal Schneider be­setzt. Und auch alle Alters-und Ehrenmitglieder waren zu dieser wichtigen Versammlung gekommen.

Hervorzuheben ist:

Da wir das Schießhaus als Sporthaus mitbenutzen - an diesem aber immer wieder Beschädigungen durch unvernünftige Jugendliche und Kinder festzustellen sind, wird es der Obhut aller Sportler recht dringend anheimgestellt.

"Leichtathleten heraus",so muss auch unsere Zukunftslosung sein, hier muss intensiv gearbeitet werden, um damit auch einen Ausgleichsport für unsere Fußballer auf die Beine zu bringen. Als Hauptziel aber dient die Leichtathletik zur Verlagerung des Sportes auf die Massen. Auf Breitenbasis muss die Leichtathletik gebracht werden. Es wurde konkret festgelegt, dass mit dem Training Anfang April begonnen wird. Zuständig ist dabei für die Jugend der Sportfreund Oskar Rödiger und für die 1. Mannschaft und für alle Sonstigen, die Leichtathletik als Massensport mitmachen wollen, der Sportfreund Paul Richardt. Für die aktiven Spieler ist die Teilnahme selbstverständige Pflicht.

Weiterhin ist der Sportbetrieb im Tischtennis wieder planvoller zu gestalten. Jeden Dienstag und Sonnabend sind hierfür Trai­ningstage .Leider gibt es hierbei erhebliche Mängel wegen der schadhaften Platte. Eine zweite soll beschafft werden. Dann erst kann man auch zu Wettkämpfen mit fremden Tischtennismannschaften übergehen. Spielführer und Sektionsleiter sollen hierbei aus der Mannschaft erwachsen.

1954 - Schwerpunkt: Verbesserung unserer Sportanlagen

Für unsere Sportjugend ist das Beste gerade gut genug. Von die­ser Einsicht ließ sich wohl auch der Rat der Gemeinde leiten, als er im Haushaltsplan für 1954 eine Summe von 700,- Mark, zum Ausbau des Sportplatzes auswarf. In Mitgliederversammlungen, Be­sprechungen des Vorstandes mit dem Gemeinderat und mehreren Aus­schusssitzungen wurde gemeinsam beraten, wie mit diesen geringfügi­gen Mitteln der größtmögliche Nutzen erzielt werden könne. Zunächst musste eine Trockenlegung des Sportplatzes in Form einer Stein-Drainage vorausgehen. Ferner wurde der Platz eingeebnet und Mutterboden und Schlacke aufgebracht. Mit Begeisterung wurden diese Arbeiten von den Sportfreunden auf genommen. 1.400 frei­willige Arbeits-und Aufbaustunden wurden bereits bis Ende Mai geleistet. In dieser Frist wurden ca. 40 Meter Stein-Drainage gelegt, 107 cbm Erdreich ausgehoben und an der Seite des Platzes aufgefüllt, 60 cbm Steine geschlagen und eingelegt sowie ca.115 cbm Mutterboden zur Einebnung aufgebracht und einige Waggone Schlacke aufgetragen. Dadurch war es möglich, den Gemeindefonds in Höhe von ca. 700,-M als eiserne Reserve zu hinterlegen. Nach Kräften half uns auch die hiesige MTS-Station durch wert­volle Fuhrleistungen. Für die anderen unvermeidlichen Fuhrleistungen konnte dann der Gemeindefonds benutzt werden.

Durch besonderen Einsatz zeichneten sich aus die Sportfreunde: Lothar Rödiger - Erwin Richardt - Oskar Rödiger - und die Ehren­mitglieder Albert Gebhardt und Alfons Schneider.

Alle diese Arbeiten laufen im Rahmen eines Gesamtvorhabens, dass im weiteren Ablauf den Bau einer 36o Meter langen Aschenbahn um den Platz, die Schaffung von Umkleidekabinen u.a. vorsieht.

Vom NAW (Nationalen Aufbauwerk) wurden der Gemeinde Struth in Würdigung der bisherigen Aufbautaten aus Toto-Mitteln 10.000 M zugewiesen. Mit diesen Geldern sollen die erwähnte Aschenbahn und die Sportlerumkleideräume geschaffen werden.

Um das Gesamtbild des Sportgeländes noch zu verbessern, ist ei­ne Drehung und Verlegung des Platzes um einige Meter erforder­lich. Die auf der Nordseite des Platzes in diesem Rahmen notwendige Abtragung und Einebnung, konnte noch abgeschlossen wer­den.

Soviel ist heute schon vorauszusehen, wenn alle dies Arbeiten realisiert sind, dürfte Struth eine der schönsten Sportanlagen dörflichen Niveau's für seine Jugend geschaffen heben. Hier sei gleich noch eingefügt, dass auch die GST- Grundeinheit die Schieß­anlagen auf den neuzeitlichsten Stand bringen will. Alle Voraus­setzungen für die gemeinsamen Volksfeste werden so geschaffen.

1954 Demokratische Sportbewegung und gesamtdeutscher Sport

Immer mehr fördert nun unsere sozialistische Massensport-Bewe­gung den gesamtdeutschen Sportleraustausch. Unterstütz von der Kreissportstelle konnten wir so Bestrebungen in die Wege leiten, auch einmal über die Zonen­grenze hinaus, eine westdeutsche Mann­schaft zu besuchen, um mit ihr einen friedlichen Wettkampf auszutragen.

So konnten wir denn mit unserer 1. Mannschaft nach der Hessischen Metropole Kassel fahren, um dort mit der 1. Mannschaft des "VfB? (Vereins für Ballspiele) Kassel - Süsterfeld einen Fußballwettkampf auszutragen.

Am Pfingstfest 1954 waren die Kasselaner mit einem Gegenbesuch bei uns zu Gaste. Dabei kam uns zugute, dass bereits gute Aufbauarbeit am Sportplatz geleistet worden war und wir unseren Gästen ein einigermaßen spielfähiges Kampf­feld anbieten konnten.

Für eine recht gute Unterbringung der westdeutschen Gäste sorg­ten alle Mitglieder unserer BSG, die Freiquartiere zur Verfügung stellten.

Verbunden mit diesem Treffen war ein Sportfest. Das Spiel unserer 1. Mannschaft gegen Kassel-Süsterfeld I konnte von uns eindeutig gewonnen werden. Ebenso siegte eine Mannschaft der SG Wendehausen gegen eine Reservemannschaft von Kassel -Süsterfeld.

Am zweiten Feiertag brachten wir die Verbundenheit mit unseren westdeutschen Sportgästen zum Ausdruck bei einem gemütlichen und ge­schlossenen Beisammensein im Vereinslokal Schneider.

Aus diesem Anlass gab unser Chronist Sportfreund Vinzenz Hoppe eine geschichtliche Darstellung unseres Heimatdorfes aus Vergangenheit und Gegenwart, für die unsere Gäste recht dankbar waren und sie verfolgten die Ausführungen mit viel Interesse.

An dieses durch eine friedliche und faire Atmosphäre gekennzeich­nete gesamtdeutsche Sportlertreffen, erinnert heute noch im Vereinslokal ein Ehrendiplom mit der Beschriftung:

"Zum Andenken an Euer Gästespiel beim VFB Süsterfeld" -
Kassel, den 31. Januar 1954.
Das Diplombild zeigt Kassel - Caskaden und Herkules.

Weitere Erfolge 1954

Unsere Jugendmannschaft konnte ihren Erfolg aus dem Vorjahr, näm­lich Kreismeister zu werden, in diesem Jahr nicht wiederholen.

Sie erreichte zwar das Endspiel, verlor aber gegen Großengottern in Mühlhausen. Schuld daran war eine gewisse Sicherheit und Überheblichkeit. Auch hätte fleißiger trainiert werden müssen. Die 1. Mannschaft erreichte den 4. Platz in der Tabelle der Kreisklasse.

Zur Belebung des Tischtennissportes konnte nunmehr eine zweite Spielplatte angeschafft werden.

Groß geschrieben wurde im Berichtsjahr 1954 auch die Pflege der Kameradschaft und Geselligkeit. Im Februar wurden ein gemeinsa­mer Mannschaftsabend und eine geschlossene Veranstaltung für alle BSG-Mitglieder durchgeführt.

Zur Mitgestaltung des 1. Mai weilten unsere Fußballmannschaften in Körner.

Aus sportlichen Mitteln konnten wir 2 Jugendlichen die Fahrt zur Teilnahme am Deutschlandtreffen ermöglichen.

Das Vereinsleben im Jahre 1955

Insgesamt fanden 8 außerordentliche Mitgliederversammlungen statt. Um unsere Sportler auch mit der Ersten Hilfe bei Sportun­fällen vertraut zu machen, nahmen wir Verbindung mit der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes auf.

Unser Ehrenmitglied Richard Kieler war hierbei als Sanitäter der Verbindungsmann. Er hielt einen recht guten Vortrag über das Sanitätswesen und die Unfallbetreuung im Sport, wovon sicher bei allen Teilnehmern viel angekommen ist.

Zwei größere Sportler - Bildungsabende konnten wir 1955 ebenfalls starten.

Zur finanziellen Unterstützung des Kreis-Turn-und Sportfestes brachten wir den Betrag in Hohe von 56,- M auf. Es wurde weiter­hin eine Reihe von Veranstaltungen durchgeführt mit dem Zweck, den Gemeinschaftsgeist und die Kameradschaft noch besser zu pflegen und auszubauen. Der traditionelle Rosenmontag, an dem auch viele Altersmitglieder teilnahmen und ihrerseits zur Geselligkeit beitrugen, verlief 1955 besonders schön und harmonisch.

Am 12. Juni starteten wir ein Pokalturnier mit den Gastmannschaften aus Heyerode, Altengottern und Martinfeld, sowie Beberstedt.

Im Punktsystem holte sich den Pokal die Mannschaft von Altengottern. Das Werbespiel Struth I gegen Beberstedt I endete 1:3 für Beberstedt.

Das mit der GST gemeinsam organisierte Volks- und Schützenrest brachte guten Auftrieb unserer Vereinskasse.

Immerhin erfreulicher Tabellenstand

Nachdem bei dar Übergangsserie unsere 1. Mannschaft durch ver­schiedenes Missgeschick hoffnungslos mit 2:6 Punkten am Tabellenende zu finden war, konnte doch noch eine Punktgleichheit bis zum vorletzten Spiel mit dem Spitzenreiter erlangt werden. Nicht zuletzt war dies eine fruchtbare Tendenz unserer beharrlichen Trainingsabende. Da unser Sportfreund Josef Rödiger - ein sehr guter Fußballer - ernstlich erkrankte, wurde Albert Goldmann dessen Nachfolger als Schriftführer.

Wie unterstützte der Trägerbetrieb Strumpfwarenfabrik Diedorf  - Werk Struth unsere "BSG-Fortschritt"?

Darüber lassen wir unseren Verbindungsmann Sportfreund Heinrich Thor einige Ausführungen zur Chronik machen:

"Zwei Faktoren waren es, die letztlich am 1. Juli 1951 zur Gründung einer Betriebssportgemeinschaft führten.

1. Die Tätigkeit für den Vorstand der bisherigen" SG" war umfang­reicher, komplizierter und komplexer geworden. Dies erforderte einen qualitativ höheren Leitungsstil, dem der Vorstand nur noch teilweise gerecht werden konnte.

2. Im Verlaufe des allgemeinen Aufbaues nahm der VEB-Strumpfwarenfabrik Struth eine gute Entwicklung, modernisierte seine Ausrüstungen, erhöhte die Belegschaft und bot einer Reihe von Sportfreunden einen Arbeitsplatz am Ort."

So wurde am 1. Juli 1951 die Umwandlung vollzogen. Sie brachte für alle Beteiligten nur Vorteile. Die Leitungstätigkeit konnte mit Unterstützung des Betriebes verbessert werden. Die BSG erhielt Unterstützung für gesellschaftliche und erzieherische Funktionen. Es ergaben sich Erleichterungen und Vorteile für die Organisa­tion in Form der Bereitstellung von Räumlichkeiten für die Sparte Tischtennis; es kamen vom Trägerbetrieb auch materielle und finanzielle Zuwendungen, die einen geregelten und vielsei­tigen Sportbetrieb ermöglichten.

Tätigkeitskalender-Kalender unserer Theatergruppe

Da auch für das Jahr 1956 wieder eine Theateraufführung steigen soll und wahrscheinlich war es eine der letzten, so soll nachfolgend die Reihenfolge der von der BSG veranstalteten Theaterstücke fest gehalten werden:

Andreas Hofer

Des Glaubens Sieg

Mathilde, ein deutsches Frauenherz

Das Jubiläum in der Mühle

Beim Kreuz?le im Tannengrund

Der dunkle Punkt

Glocken der Heimat

Wenn du noch eine Mutter hast

Der Postillion von Rodendorf

Kater Lampe

Kleider machen Leute

Es soll nicht unerwähnt bleiben bei diesem Kapitel, dass auch eini­ge gute Darsteller aus der BSG, z.Bsp. Erwin Richardt, Heinrich Jakobi, Siegmund Richardt u.a. auch bei Theaterabenden der Feuer­wehr und Mandolinengruppe mitwirkten und somit eine kameradschaft­liche Zusammenarbeit dokumentierten.

Was sich 1956 so alles getan hat

Am 4.2. feierten die Aktiven ein zünftiges Kappenfest im Lokal Schneider.

5. Februar 1956 - Aufführung des genannten Stückes "Kleider machen Leute".

13. Februar 1956 - Rosenmontagstanz im Ruhland'schen Saal. Es soll gleich zugefügt werden, dass er mittlerweile immer treu geübt wurde und zur Tradition geworden ist.

Sportliches Leben 1956

Neue Mannschaften wurden aufgestellt und regelmäßig jeden Mitt­woch ein intensives Training durchgeführt.

Unser Jungsportler Gerhard Brandt erreichte im Fünfkampf der Be­rufsschule MühIhausen folgende Ergebnisse.

1oo - Meterlauf ? 1. Sieger

Weitsprung -  1.Sieger

1ooo ? Meterlauf ? 1. Sieger

Er sicherte sich somit die Teilnahme an der Bezirksmeisterschaft in Nordhausen. Hier errang er im Fünfkampf den II. Platz und im 1ooo - Meterlauf wurde er dritter Sieger. Mit diesen außerordent­lich guten Leistungen konnte sich Gerhard Brandt die Fahrt nach Leipzig zum Deutschen Turn-und Sportfest am 2. März 1956 sichern.

Am 8. Juli Omnibusfahrt ins Schwarzatal; dabei soll es in allen Teilen recht feucht (fröhlich) gewesen sein.

Am 29. Juli Volksfest mit vollem Erfolg auf dem Gemeindefest- und Sportplatz.

Großes Sportfest am 5. August 1956

An den Pokalspielen nahmen teil: Effelder, Lengenfeld u. Stein, Bütt­stedt, Bickenriede. Letztere Mannschaft nahm den Pokal mit nach Hause. Im Werbespiel standen sich Struth I und Dingelstädt I gegenüber. Dingelstädt gewann mit 3:0. Der Tag verregnete ? der Tanz im Freien konnte daher nicht riskiert werden.

Belobigung für Lothar Rödiger

Da der Platz wegen anhaltender Regenfälle völlig unbespielbar geworden war, ergriff Lothar Rödiger die Initiative und mobili­sierte die MTS. Er selbst opferte dafür einen Tag Urlaub und konnte den Platz mit Hilfe der Traktoristen wieder spielfähig machen. Ein gutes Beispiel echten Sportlergeistes, welches bestimmt Nachahmung verdient. Der Vorsitzende dankte ihm von ganzem Herzen.

Sonntag, den 30. September 1956

Durch einen 2:1 - Sieg unserer I. Mannschaft in Körner, wurde der Klassenerhalt gesichert. Am 14. Oktober fand in Bollstedt ein Pokalturnier statt. Sieger wurde unsere Mannschaft mit einer guten Gesamtleistung.

29. Juni 1957 -  Auszug aus dem Referat des Bürgermeisters, Sportfreund Hermann Fritsch, bei der Übergabe der Aschenbahn und des erweiterten Sportgeländes an die Sportgemeinschaft "Fortschritt" Struth" in Anwesenheit der westdeutschen Sportler aus Breitenbach/Kassel

Liebe Sportfreunde aus Ost und West,
liebe Gäste, liebe Einwohner von Struth!

Unsere heutige Veranstaltung dient dazu, die fertiggestellte Aschenbahn und das erweiterte Sportplatzgelände seiner Bestimmung zu übergeben. Bei dieser Gelegenheit wollen wir zunächst einmal Rückschau halten über die Vergangenheit des Struther Sportes.

Die Struther Einwohner Werner Simon, Wilhelm Fritsch, Alois Köthe (heute alle im Westen unserer Heimat wohnend) und Karl Köthe, jetzt in Birkungen, gründeten im Jahre 1921 den Sportverein Struth. Wie bei allen Dingen, so war auch hierbei der Anfang sehr mühsam, da für die Ausübung des Fußballsportes die wichtigste Voraussetzung, nämlich ein geeigneter Sportplatz fehlte.

An der Lengenfelder Straße, vor der "sogenannten Eiche" lag ein sehr abschüssiges Stück Ödland, welches von den Mitgliedern des jun­gen Sportvereins planiert und hergerichtet wurde. Dieser Platz diente rund 1o Jahre als Fußballgelände.

Im Jahre 1931 erhielt der Sportverein nach hartnäckigen Verhandlungen in der durchgeführten Umlegung der Gemarkung Struth das heutige Gelände für einen Sportplatz.

Da es auch wiederum nicht eben war, wurde es im Winter und Frühjahr 1931/32 unter beispiellosem Einsatz aller Sportfreunde abgetra­gen und eingeebnet. Es war die damalige Arbeitslosenzeit, welche für diese Arbeiten genutzt wurde.

Wie der Chronist meldet, erfolgte die Einweihung und Übergabe am 21. August 1932 unter der Beteiligung von 13 Gastvereinen. Die Initiatoren dieser Arbeit sind größtenteils die heutigen Ehren­mitglieder unserer BSG. Ihnen ist es zu danken, dass die Möglichkeit zur Ausübung des intensiven Fußballsportes damit gegeben wurde. Sie hatten es wahrlich damals nicht leicht, denn der Wei­marer Staat und auch die örtlichen Behörden, hatten noch nicht das Verständnis für den Sport ¡ von einer Unterstützung gar nicht zu reden.

Wenn wir heute die Namenslisten derer durchsehen, die damals an dem Sportplatz gearbeitet haben, so müssen wir feststellen, dass ca. 30 ehemalige aktive Sportler aus dem 2. Weltkrieg nicht zurückgekehrt sind.

Wir wollen heute auch ihrer Gedenken und ihr Andenken in Ehren halten. Gleichzeitig soll uns dies aber auch ein Anlass sein, unse­re Bemühungen um einen dauerhaften Frieden noch zu verstärken und zusammen mit allen Brüdern aus dem Osten und Westen unserer Heimat einen 3. Weltkrieg zu verhindern.

Auch unser Fußballplatz wurde bei den Kampfhandlungen im April 1945 durch die feindlichen Panzer arg verwüstet. Der gesamte Sport betrieb ist vollkommen zum Erliegen gekommen; an Sportge­räten war nichts mehr vorhanden, ja es gab nicht einmal einen Fußball mehr, um diesen beliebten Sport noch ausüben zu können.

In diesen Jahren nach 1945 waren es vor allem die drei jüngeren Sportfreunde: Erwin Richardt, Josef Rödiger und Franz Richardt, welche den Fußballsport wieder langsam in Gang brachten.

In den späteren Jahren schloss sich die SG-Struth der hiesigen Strumpfwarenfabrik an und ist seitdem die heutige "Betriebsgemeinschaft Fortschritt Struth".

Sie betreibt Fußballsport mit drei Mannschaften, wovon die I in der ersten Kreisklasse einen guten Mittelplatz hält.

Für die Austragung der ständigen Pflichtspiele erwies sich der Fußballplatz, vor allem Im Frühjahr, durch stauende Nässe ungeeignet.

Deshalb führte man im Frühjahr 1954 eine Trockenlegung des Platzes durch. Über 5oo m Drainagegräben wurden ausgehoben, mit Packlage ausgefüllt und wieder eingeebnet. Anschließend wurde auf den harten Ton Muttererde auf gefahren und diese dann eingesät. Hierdurch ist der Platz das ganze Jahr hindurch spielfähig.

Über 1.500 freiwillige Arbeitsstunden wurden durch die Vereinsmitglieder und Jugendlichen des Dorfes hierbei geleistet.

Als Entgegenkommen und Anerkennung stellte uns unsere Regierung aus Totomitteln 11.000,- M zur Verfügung, mit der Auflage, um das Fußballfeld eine Aschenbahn für die Leichtathletik zu bauen. Das Ergebnis dieser Arbeit, welche fast ausschließlich in frei­williger Arbeitsleistung erfolgte, liegt uns heute vor.

Es wurden insgesamt rund 6.000 freiwillige Arbeitsstunden geleis­tet.

Wenn die Bahn in ihrer jetzigen Form auch noch nichts Vollkom­menes darstellt, so gibt uns unsere Regierung für die Zukunft durch die Bezahlung eines ständigen Platzwartes und durch die Bereitstellung von Werterhaltungsmitteln die Möglichkeit, diese Anlage rieht nur zu erhalten, sondern ständig zu verbessern.

Vor allem soll uns das Sportgelände in seiner heutigen Form die Möglichkeit bieten, weit mehr als bisher, die Leichtathle­tik in unserer Gemeinde zu fördern, um dadurch wieder zu einer besseren Gesamt-Kondition für den Fußballsport zu kommen.

Vergessen wir auch nicht am heutigen Tage die hohen Ziele, den ethischen Wert und vor allem den völkerverbindenden Charakter des Sportes zu würdigen. War es doch schon bei den alten Griechen so, dass zur Zeit der klassischen Olympiaden absoluter Friede herrschte.

Wir wollen daher niemals vergessen, dass all unser Arbeiten, so auch der Ausbau dieses Sportgeländes nur Sinn und Zweck hat, wenn wir im Frieden unserer Hände Arbeit und das durch sie Ge­schaffene genießen können.

Wir alle wollen dazu beitragen, dass uns und der Welt der Frieden erhalten bleibt und das niemals mehr Panzer diesen Sportplatz verwüsten.

Zum Schluss wünsche ich allen Gästen, vor allem auch unseren Sportfreunden aus Breitenbach, dass es ihnen bei uns gut gefällt und dass die Wettkämpfe einen guten Verlauf nehmen mögen.

Anmerkung

Die ganze Anlage hat einen Wert von ca. 38.000 Mark. Allen Aufbau­helfern spreche ich bei dieser Gelegenheit für ihren vorbild­lichen Einsatz den Dank der Gemeinde aus. Den Sportfreund Lothar Rödiger möchte ich hierbei besonders erwähnen, welcher den Jugend­lichen immer wieder mit gutem Beispiel voranging.

Chronik vom Vereinsjahr 1957

In diesem Jahr stand eingangs der Bau der Umkleidekabinen sehr zur Debatte. Am 27. Februar fand eine wichtige Vorstandsitzung statt.

Man war allgemein der Ansicht; die Umkleidekabinen isoliert und nicht in eins mit dem Schützenhaus zu bauen.

Am 23. März fand eine Versammlung wegen der baulichen Maßnahmen statt. Der Breitensport im Deutschen Turn? und Sportbund erfordert einen baldigen besseren Ausbau unserer Sportstätte.

Zu diesem Thema sprach der Sportfreund Arno Richardt. Der Sportplatzausbau und die Anlegung der 360 Meter-Aschenbahn erfordert, bis zur vor­gesehenen Einweihung am Feste Peter und Paul, noch starke Anstreng­ungen und die Konzentration aller Kräfte.

Weitere Versammlungen zu diesem Thema fanden am 11. Mai, am 25. Mai und am 11. Juni statt.

Alle Zusammenkünfte dienten dazu, die Fertig - Stellung der Aschenbahn mit allen Mitteln voranzutreiben.

Peter und Paul 29. Juni  - Einweihung und Übergabe der Aschenbahn - Westdeutsche Gäste aus Breitenbach/Hessen nahmen daran teil.

Festfolge:

28. Juni

Mitternacht: Eintreffen der westdeutschen Gäste, Begrüßung durch den Bürgermeister

Abendessen (gemeinsam mit den Interzonensportlern)

Gesamtdeutscher Erfahrungsaustausch, sportliches Beisammensein

29. Juni

13.00 Uhr  - Umzug der Sportler, an der Spitze die Höngedaer Kapelle

Auf dem Sportplatz - Übergabe der Aschenbahn durch den Bürgermeister

Anschließend: erste Leichtathletik-Wettkämpfe auf der Kampfbahn.

Fußballwettkämpfe

Struth I - Breitenbach I    4:6

Struth II - Breitenbach II  0:1

Jugend Struth -  Jugend Post Mühlhausen 2:5

Ab 16 Uhr  Tanz und Fest im Freien.

Gegen Mitternacht - Verabschiedung der westdeutschen Gäste.

Sportfest am 25. August fiel buchstäblich ins Wasser. Der Tanz musste im Saal durchgeführt werden.

Am 3. August übergab Sportfreund Lothar Rödiger die Leitung der BSG wieder an Sportfreund Heinrich Thor, welcher aus Gründen der beruflich­en Weiterbildung für 5 Monate aussetzen musste.

Freitag, den 3o. August

Abfahrt zum Gegenbesuch in Breitenbach - Hessen. Guter Empfang bei den Westdeutschen.

Samstag, den 31. August

Fahrt nach Hersfeld und gemeinsamer Sportlerball.

Sonntag, den 1. September :

Fußball-Freundschaftsspiel : Struth I - Breitenbach I 1 : 3

Rückkehr Sonntagabend 0.35 Uhr.

Leider wurde dieser Gegenbesuch harmonisch gestört durch das unkameradschaftliche Verhalten des Fußballers Hermann Josef Hoffmann, welcher seine Mannschaft im Stiche ließ und nicht mehr nach Struth zurückkehrte.

In einer Vorständesitzung am 6. November 1957 wurde H.J. Hoffmann aus unserer BSG öffentlich ausgeschlossen.

Tischtennis wird in Zukunft nur noch im Aufenthaltsraum unseres Trägerbetriebes Strumpfwarenfabrik Struth gespielt.

Rückblende auf das Sportjahr 1958

Jahreshauptversammlung am 2.Februar. Eingangs stand sie unter ei­nem traurigen Vermächtnis. Der Vorsitzende Heinrich Thor forderte alle Sportler auf, sich zu Ehren des verstorbenen Sportkameraden The­odor Richardt von den Plätzen zur stillen Ehrung zu erheben.

Hier einmal die Aufstellung der derzeitigen BSG-Leitung nach der erfolgten Neuwahl.

BSG-Leiter: Heinrich Thor

Stellvertreter: Lothar Rödiger

Sportleiter: Edmund Goldmann

Kassierer: Arno Richardt

Schriftfüher: Albert Goldmann

Organisationsleiter: Paul Richardt

Beisitzer: Erwin Richardt, Albert Gebhardt

Sektionsleiter Fußball: Albert Brandt

Sektionsleiter Tischtennis: Paul Richter

Sektionsleiter Leichtathletik: Alfred Seipel

Eine sehr gute Besetzung in der Leitung und Organisation unserer BSG "Fortschritt".

Da der Sportfreund Bürgermeister Hermann Fritsch ebenfalls an­wesend war, stand das Problem Bau der Umkleidekabinen im Vorder­grund der Aussprache. Der Bürgermeister machte hierüber grundsätz­liche Ausführungen und sicherte die volle Unterstützung des Rates der Gemeinde zu bei diesem notwendigen Objekt. Daraufhin verpflich­teten sich alle 3 Mannschaften (I-II-und Jugend) insgesamt 800 Aufbaustunden im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes für den Bau der Kabinen zu leisten.

7. Februar - Lumpenball der Aktiven

Die Dekoration hierzu war recht gut. Es spielte die Struther Kapelle. Einlagen humoristischer Art boten die Sportfreunde Siegmund Richardt, Hindermann, Albert Gold­mann und Kieler.

Der Rosenmontag 1958 war wieder mit einer großen Tombola verbun­den. Sie sanierte unsere Kasse und brachte auch viel Heiterkeit.

Unsere Teilnahme an den Feierlichkeiten zum Festtag der Werk­tätigen war für uns Ehrensache. Wir waren geschlossen beim großen Umzug durch das Dorf.

Am Morgen des 1. Mai 1958 begannen wir mit einem Waldlauf unter guter Beteiligung. Damit stand unser Dorf bereits im Zeichen des Sportes. Das setzten wir auch am Nachmittag auf dem Sportplatz fort. Unsere 1. Mannschaft startete ein Spiel gegen unsere 2.Elf.

Beschluss vom 20. Mai  Sportfesttermin Pfingsten 1958

21.Mai - Unsere sportliche Arbeit als Gegenstand eines Punktes der Tagesordnung innerhalb der heutigen Gemeindevertretertagung.

Sportfreund und Gemeindevertreter Heinrich Thor sprach zu diesem Tages­ordnungspunkt; gab einen Überblick über die geleistete Arbeit im letzten Jahr und legte erneut unsere Sorgen und Probleme dar.

27. Mai 1958 Nachricht vom Ableben des Sportfreundes Alois Schmerbauch, wohnhaft Schildchen Nr. 11

Der Sportkamerad verunglückte während seines Aufenthaltes im an­deren Teile Deutschlands infolge eines Unfalles tödlich und wur­de nach hier überführt. Die gesamte BSG gab ihm bei seiner Beisetzung die letzte Ehre.

Sporttag am 10. August 1958

Es fand bei recht günstiger Witterung statt. Mannschaften aus Ammern, Büttstedt, Bickenriede und Eisenach nahmen daran teil. Pokalsieger wurde Bickenriede. Struth I spielte gegen Vorwärts Mühlhausen und verlor mit 0:3.

Mittwoch, den 13. August 1958

Beginn des Schiedsrichterlehrganges! Teilnehmer unserseits Lothar Rödiger, Erwin Richardt, Gerhard Richardt, Paul Richter und Albert Ruhland.

Am 2o. August fand die Prüfung statt. Alle Sportfreunde bestanden sie. Die Schiedsrichterpässe wurden ihnen am 27. August überreicht. Unseren neuen Schiedsrichtern viel Glück mit auf ihren sportlichen Weg!

In der Vorstandssitzung vom 29. Dezember wurde das Arbeitsprogramm für 1959 aufgestellt

1959 - der Tod reißt neue empfindliche Lücken in unsere Reihen.

Das Jahr begann mit einer außerordentlich gutbesuchten Jahres­hauptversammlung am 14. März. Von 75 Mitglieder waren 64 erschie­nen. Vom Kreisverband war Sportfreund Aurin gekommen. Er sprach über die Förderung des Frauensportes, über den man sich auch in Struth Gedanken machen sollte. Eine heftige Diskussion löste die Bekanntgabe der Auflage zum Deutschen Turn- und Sportfest in einer Höhe von 720,- M aus. Beim Freibier am Ende der Versammlung hatten sich die Gemüter wieder abreagiert.

Versammlungen und Vorstandstagungen fanden 1959 in der Regel alle 4 Wochen statt. Bemerkenswert aus diesem Jahr ist eine Vor­standsitzung vom 8. Mai. Spielerdisziplin, Sportfest, Sportdresse und Umkleidekabine standen zur Erörterung. Überhaupt stand das letztgenannte Thema bei jeder Zusammenkunft an erster Stelle.

Der Tod riss neue und schmerzliche Lücken. Am 7. Juli starb unser Alterssportler und Ehrenmitgled Josef Schmerbauch, Schildchen 11.

Am 20. Oktober erschütterte uns die Nachricht vom Tode unseres aktiven Sportlers Paul Gries, der bei Arbeiten im Tunnel tödlich verunglückte. Er war ein sehr guter Fußballspieler und Leichtath­let, einer unserer Besten.

Es sei gleich hinzugefügt, dass am 24. Januar auch unser Ehrenmitglied Hubert Richardt verstarb. Er war ein unentwegter Freund und För­derer unserer BSG. Es verging wohl kaum ein Spiel auf unserem PIatze, an dem er nicht als Zuschauer und Berater teil genom­men hatte.

Allen drei, von uns geschiedenen Sportfreunden, erwiesen wir ge­schlossen die letzte Ehre.

Vorstandssitzung im Trägerbetrieb

Am 17. November beriet sich der Vorstand im Klubraum dar Strickerei.

Es ging um die Meldung einiger Mitglieder zur Teilnahme an einem Trainerlehrgang. Es wurden die Sportfreunde Erwin Richardt und Oskar Rödiger hierfür gemeldet.

Diese Sache trug ihre Früchte, denn bei den nachfolgenden Spielen unserer 1. Mannschaft haben sich bereits gute Erfolge gezeigt.

So gingen wir in das Jahr 1960

Jahreshauptversammlung am 31. Januar. Erschienen waren 84 Mitglie­der und 11 Ehrenmitglieder. Daraus ist ein recht sehr erfreulicher Stand unserer Entwicklung innerhalb der Mitgliederbewegung festzustellen. Nach den üblichen Formalitäten und Berichten gab der Sportfreund Gerhard Richardt einige Erläuterungen zum Sportplan. In der Aussprache wurde ein Trainer für die 7. und 8. Schulklasse vorgeschlagen. Diese Tatsache muss man dick unterstreichen, denn es geht doch dabei letztlich um die Heranbildung guten Sportler-Nachwuchses.

Unsere Verpflichtung innerhalb des NAW 1.000 Aufbaustunden

Als unser Vertreter beim Dorfklub wurde der Sportfreund Albert Brandt gewählt.

Wir gehen in die Breite

Am 22. März fand eine gemeinsame Sitzung aller hier bestehenden Vereine statt, die durch ihre Vorstände vertreten waren. Wir tra­fen uns im Fernsehraum der neuen Schule. Unter Leitung des Dorfklubvorsitzende Lehrer Herbert Ameseder wurde über die Ausgestaltung des 1. und 8. Mai gesprochen.

Wir verpflichteten uns im Rahmen der Dorfklubarbeit am 8. Mai ein Jugendfahrradrennen zu organisieren. Ferner soll zur Ausge­staltung am Nachmittag noch ein Fußballspiel unserseits steigen.

Erweiterte Vorständesitzung am 23. März im Sportlokal Schneider

Es war eine Perspektive-Versammlung mit den Vorständen aus Bicken­riede, Lengenfeld u. Stein und Faulungen.

Einziges Hauptthema: Unsere Perspektive für das Jahr 196o. Zahl­reiche Anregungen wurden gegeben.

Sportveranstaltungen zum 8. Mai

Das geplante Jugend-Fahrradrennen fand statt.


Sieger: Jugend-Sportfreund Herbert Gebhardt
Von links nach rechts: Heinrich Brand, H.-Lothar Jakobi, Herbert Gebhardt, Werner Kühler, Frank Bergner (Mühlhausen), Siegbert Fütterer, Georg Brand

"Alte Herren" zu Beginn der 60iger Jahre (1962)

Hintere Reihe, von links nach rechts: Albert Brandt, Ferdinand Richardt, Oskar Rödiger, Erwin Richardt, Helmut Fritsch, Paul Richardt, Joseph Eifler, Unbekannt

Vordere Reihe, von links nach rechts: Theo Brandt, Heribert Hindermann, Bruno Kieler, Siegmund Richardt, Lothar Rödiger

Im Fußball standen sich unsere II Elf gegen die Alte Herren-Mannschaft gegenüber. Es gewann die II mit 4:0.

Arbeits-Besprechung am 1. Juni

Innerhalb dieser Vorstandssitzung war Hauptberatungspunkt Arbeit am Sportplatz. Es muss ein Graben ausgehoben werden für die Wasser­leitungszufuhr zur Umkleidekabine. Der Graben in Länge von ca. 200 Meter muss ca. 1 m tief sein.

Man ging fleißig ans Werk. Somit war hinreichend Gelegenheit ge­boten, unsere Verpflichtung zur Ableistung von l.000 Arbeits­stunden in die Tat umzusetzen.

Laut Gemeinderatsbeschluss wird in Zukunft das Volks-und Schützen­fest durch die GST und BSG, je zur Hälfte, getragen und organisiert. Mehrere wichtige Vorstände Sitzungen galten in der 2. Jahreshälfte dem Ablauf des Sportbetriebes.

Jubiläumsjahr 1961 - Jahr des 40-jährigen Bestehens

Jahreshauptversammlung am 3. Februar. Infolge familiärer Gründe gab es bei der Neuwahl des Vorstandes einige Veränderungen.

1. Vorsitzender: Alfred Seipel

2. Vorsitzender: Lothar Rödiger

Sektionsleiter Fußball: Walter Rupprecht

Sektionsleiter Fußball: Franz Richardt

Kassierer: Arno Richardt

Unterkassierer: Albert Goldmann

Schriftführer: Paul Richter

Technischer Leiter: Albert Brandt

Jugendbetreuer: Erich Brandt

Sektionsleiter Leichtathletik: Oskar Rödiger

Agitation/Propaganda: Edmund Goldmann

Revisions-Kommission: Erwin Richardt, Paul Richardt, Heinrich Thor

1961 wurde Alfred Seipel (an der Stirnseite) zum BSG Vorsitzenden gewählt

Delegierte zur Kreiskonferenz des DTSB

Immer mehr legten wir Wert darauf, dass auch Jugendliche an den Veranstaltungen im Kreismaßstab teilnehmen, um dadurch ihr Interesse am Massensport noch mehr zu wecken. So delegierten wir denn zur diesjährigen Kreiskonferenz unseres Dachverbandes, des DTSB, folgende Jugend-Sportler:

Werner Kühler

Georg Brandt

Von den älteren Sportlern nahmen daran teil:

Alfred Seipel

Albert Ruhland

Josef Kieler.

Lohn für ausgezeichnete Mitarbeit

Bei den Arbeiten am Sportplatz und beim Bau der Umkleidekabinen hatten sich besonders folgende Mitglieder pflichteifrig ein­gesetzt.

Josef Kieler

Walter Rupprecht

Adolf Fischer

Georg Brandt

Edgar Tasch

Um dies einmal öffentlich zu würdigen, wurden benannten Sportlern wertvolle Bücher als Prämien überreicht.

Auszeichnung für besondere Verdienste im Breitensport.

In der Förderung des Sportes bis in die Kreisebene hinaus, haben sich besonders verdient gemacht:

Erwin Richardt

Paul Richardt

Lothar Rödiger

Sektionsleiter Sportfreund Walter Rupprecht konnte daher dem Sportfreund Erwin Richardt die silberne und Paul Richardt und Lothar Rödiger die bronzene Ehrennadel des DTSB überreichen. Hierauf erfolgte ein recht gemütliches Beisammensein bei einem Gläschen Freibier.

Mehr Tiefen als Höhen Im Sportbetrieb unserer BSG

Den Tiefpunkt brachte uns der Abschluss der Punktserie 1961. Er brachte unserer 1. Mannschaft den Abstieg in die II. Kreisklasse. Es war wohl mehr eigenes Verschulden, denn in letzter Zeit hatten unsere Fußballer im Training und im Siegeswillen erheblich nachgelassen. Aber in das Jahr 1962 hinein gingen unsere Mannschaften mit dem festen Entschluss, aus dieser Misere wieder herauszukommen.

Abschließend zum Jahre 1961 soll noch vermerkt werden, dass es das eigentliche Jubiläumsjahr im Hinblick unseres 4o-jährigen Bestehens war, die eigentliche Jubiläumsfeier aber auf Pfingsten 1962 mit einen größeren Sportfest geplant und verlegt wurde.