Großer Stelenfriedhof in Rossoschka an der Wolga

für die

Gefallenen in Stalingrad


Deutsche und Sowjetische Kriegstote in Stalingrad

Die Kriegstoten durch die Kämpfe in Stalingrad werden auf der deutschen Seite auf 169.000 Menschen geschätzt. Die Soldaten erfroren, verhungerten, starben durch Krankheiten sowie durch Kampfhandlungen. Auf sowjetischer Seite verloren etwa eine Million Zivilisten und Soldaten ihr Leben.

Deutsche Kriegsgräberstätte Rossoschka

Das Friedhofsgelände ist 6 Hektar groß. Ein gepflasterter Weg führt zunächst am alten Wehrmachtfriedhof vorbei zum Zentralen Gedenkplatz mit einem Hochkreuz aus Metall und dann zum neuen Sammelfriedhof für deutsche Gefallene.

Alter Wehrmachtfriedhof von Gumrak

In der Nähe des ehemaligen Flugplatzes Gumrak und neben dem alten völlig zerstörten Dorf Rossoschka befindet sich der alte Wehrmachtfriedhof (für rund 600 Gefallene). Er ist als trapezförmiges Areal gestaltet und von einer Natursteinmauer umgeben.

Deutsche Kriegsgräberstätte Rossoschka. Neuer Friedhof.

Der neue Friedhof liegt an einer Schleife des Flusses Rossoschka. Der Friedhof ist kreisförmig und hat einen Durchmesser von 150 Meter. Hier ruhen 53.240 deutsche Gefallene (Stand 2009) aus dem Gebiet von Stalingrad. Der Friedhof wurde am 15.Mai 1999 eingeweiht. Der Friedhof ist von einer Mauer umgeben, an der Granittafeln mit den Namen der geborgenen und identifizierten 24.427 Gefallenen eingraviert sind. Um den Friedhof führt ein gepflasterter Weg.

Gedenken an die nicht mehr zu bergenden Soldaten

Gedenksteine in der Steppe

An die nicht mehr zu bergenden 14.563 deutschen Soldaten aus dem Wolgograder Stadtgebiet erinnern 17 Würfel aus Granit, auf denen die Namen der Gefallenen in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt sind.

Gedenken an die Vermissten

An die deutschen Vermissten erinnern seit 2006 neben dem kreisförmigen Friedhof 126 große Granitwürfel mit 119.505 Namen. Jeder Würfel trägt 900 Namen von vermissten deutschen Soldaten.

Gesamtnamensbuch Wolgograd ? Rossoschka

In der Nähe des Gedenkplatzes, ca. ein Kilometer vom Dorf Rossoschka entfernt, befindet sich seit 2009 ein Besucherpavillon/Ausstellungsraum, in dem im Gesamtnamensbuch Wolgograd ? Rossoschka des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die 173.055 (Stand 2006) gefallenen und vermissten Stalingradopfer dokumentiert sind. Auch in der frei zugängliche Onlinedatenbank des Volksbundes der gefallenen oder vermissten deutschen Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkrieges ist für die toten Stalingradopfer die Grablage, für die vermissten oder nicht mehr zu bergenden der entsprechende Granitwürfel genannt.